HD Hüftgelenksdysplasie
Was ist Hüftgelenksdysplasie (HD)
Hüftgelenksdysplasie (HD) bei Hunden, ist die meistverbreitetste Krankheit des Bewegungsapparats bei mittleren und großen Hunderassen. Die Hüftgelenksdysplasie (HD) ist eine Fehlbildung der Hüftgelenke. Die Krankheit entsteht durch eine unzureichende Entwicklung des Oberschenkelkopfs und der dazugehörenden Gelenkspfanne. In den häufigsten Fällen sind beide Hüften betroffen, wobei sich die Fehlentwicklung der beiden Hüften deutlich voneinander unterscheiden können.
Wie erkenne ich HD
In den ersten Lebensmonaten, ist es einem Welpen nicht anzumerken ob er von der Krankheit betroffen ist oder nicht. Erst mit zunehmenden Alter, fallen dem geübten Betrachter gewisse Verhaltensauffälligkeiten auf. In der Regel, können die betroffenen Hunde (Welpen) mit gleichaltrigen Hunden, bei körperlichen Aktivitäten nicht mithalten und suchen sich nach kurzem Spiel einen ruhigen Platz. Von diesem beobachten sie teilnahmslos das Treiben der Anderen. Nach dem liegen tut er sich schwer beim aufstehen und es sieht auf den ersten metern so aus als hätte er sich verlegen oder etwas zwischen den Ballen (Hinken, Lahmheit). Um so älter der Hund wird, um so deutlicher und anhaltender werden die Zeichen der HD, bis ein normales gehen und laufen nicht mehr möglich sind. Eine eindeutige Diagnose und der Schweregrad der HD lässt sich nur durch eine Röntgenaufnahme stellen. Die meisten Hunde zeigen bei den leichten Formen der HD keine Krankheitssymptome, diese können aber im fortgeschrittenen Alter zu Problemen führen. Generell gilt, auch wenn Ihr Hund keine Auffälligkeiten zeigen sollte, ist es zu empfehlen, seinen Hund mit ca.18 Monaten auf HD Röntgen zu lassen, um eventuell später in Erscheinung tretenden Beschwerden vorzubeugen.
Wer oder was ist schuld an HD
Die Hüftgelenksdysplasie (HD) ist in erster Linie ein genetischer Fehler, also erbbedingter Ursache. Eine weitere Ursache, ist nach neueren Erkenntnissen, auf eine falsche unausgewogene Ernährung zurückzuführen. Sicherlich sind von Punkt 2 keine Wunder zu erwarten, ein mit schwerer HD belasteter Hund, wird durch eine bestimmte Ernährung kein HD freier Hund werden. Jedoch kann mit einer ausgewogenen Zufuhr von Kalzium und Phosphor, im Verhältnis von 1:1 schlimmeres vermieden werden.Weitere Studien haben gezeigt, dass Hunde die gleichmäßig und langsam Wachsen, ein geringeres Risiko tragen um an HD zu erkranken. Welche Gene die Hüftgelenksdysplasie (HD) auslösen ist bis heute nicht erwiesen. Man geht davon aus, dass nicht ein Gen allein, sondern eine Mehrzahl von Genen für die Ausbildung einer HD verantwortlich sind. Auch kann ein zu lockerer Gelenkschluss, der Kopf sitzt nicht fest und straff genug in der Pfanne, schuld sein. Gründe hier für sind zb. zu schlaffe Bänder oder Gelenkkapseln. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Faktor, ist die richtige Dosierung der Aktivitäten (Beanspruchung) des Hundes während der ersten 18 Lebensmonaten.
Die verschiedenen Stufender HD
| HD A | frei |
| HD B | Übergangsform |
| HD C | Leichtgradig |
| HD D | Mittelgradig |
| HD E | Hochgradig |
Die Verpaarung zweier HD-freier Hunde, ist keine Garantie für HD-freien Nachwuchs. Da sich die HD über mehrere Gene vererbt und dazu noch rezessiv (verdeckt), können auch hier HD belastete Nachkommen dabei sein.